10 Denn das Gesetz hat den Schatten von den zukünftigen Gütern, nicht das Wesen der Güter selbst; alle Jahre muß man opfern immer einerlei Opfer, und es kann nicht, die da opfern, vollkommen machen;
2 sonst hätte das Opfern aufgehört, wo die, so am Gottesdienst sind, kein Gewissen mehr hätten von den Sünden, wenn sie einmal gereinigt wären;
3 sondern es geschieht dadurch nur ein Gedächtnis der Sünden alle Jahre.
4 Denn es ist unmöglich, durch Ochsen-und Bocksblut Sünden wegzunehmen.
5 Darum, da er in die Welt kommt, spricht er: “Opfer und Gaben hast du nicht gewollt; den Leib aber hast du mir bereitet.
6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.
7 Da sprach ich: Siehe, ich komme (im Buch steht von mir geschrieben), daß ich tue, Gott, deinen Willen.” (Psalm 40:6-8, Luther Bibel 1545)
8 Nachdem er weiter oben gesagt hatte: “Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht” (welche nach dem Gesetz geopfert werden),
9 da sprach er: “Siehe, ich komme, zu tun, Gott, deinen Willen.” Da hebt er das erste auf, daß er das andere einsetze.
10 In diesem Willen sind wir geheiligt auf einmal durch das Opfer des Leibes Jesu Christi. (Hebraeer 10:1-10, Luther Bibel 1545)
Karfreitag, drei Tage vor Ostern, wird zum Gedenken an die Kreuzigung und den Tod von Jesus Christus am Kreuz gefeiert. In der obigen Bibelstelle erklärt der Verfasser des Hebräerbriefs, warum Jesus vor über 2000 Jahren gelitten hat und gestorben ist. Unter dem alten Bund hatte Gott seinem Volk einen Weg gegeben, sich von seinen Sünden zu reinigen. Aber dieses Opfersystem war nur vorübergehend, bis Gott seinen einzigen Sohn, Jesus, opferte, um sein Leben ein für alle Mal für uns zu opfern.
16 Also hat Gott die Welt geliebt, daß er seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben.
17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, daß er die Welt richte, sondern daß die Welt durch ihn selig werde. (Johannes 3:16-17, Luther Bibel 1545)
Es kann leicht sein, die Worte „Er gab seinen… Sohn“ in Johannes 3,16 zu lesen, ohne darüber nachzudenken, wie er gegeben wurde. Ostern ist ein schönes Fest: schöne Blumen, schöne Kleider, schöne Gummibärchen. Und das sollte es auch sein. Ostern ist ein Fest der Auferstehung, ein Bekenntnis, dass der, der für uns gestorben ist, jetzt lebt. Das Wunder der Vergebung und die Verheißung des ewigen Lebens sind wunderschön.
Aber das Opfer am Karfreitag war alles andere als schön. Der Tod durch Kreuzigung war von vornherein ein langwieriger Prozess. Ein Gekreuzigter starb schließlich an Erstickung, weil er nicht mehr richtig atmen konnte. Das Gewicht des Körpers, das auf den gestreckten Armen und der Brust lastete, schränkte die Ausdehnung der Lungen ein und erschwerte das Ausatmen. Die am Kreuz Gehängten versuchten, sich mit den Füßen hochzustemmen, um irgendwie Luft zu holen, weshalb die diensthabenden Soldaten den beiden mit Jesus gekreuzigten Männern schließlich die Beine brachen. Ihr Tod dauerte einfach zu lange.

Die Atmung wird willentlich durch Muskeln in Brust und Bauch gesteuert. Das Zwerchfell ist der Hauptmuskel, der für die Atmung zuständig ist. Es ist ein kuppelförmiger Muskel unterhalb der Lunge, der die Brusthöhle von der Bauchhöhle trennt. Wenn Sie ein- oder ausatmen, zieht sich Ihr Zwerchfell zusammen und bewegt sich nach unten. Dadurch vergrößert sich der Raum in der Brusthöhle, so dass die Luft einströmen kann und sich die Lunge ausdehnt. Wenn Sie ausatmen, entspannt sich das Zwerchfell und kehrt in seine kuppelförmige Form zurück. Wenn die Luft aus der Lunge entweicht, entleert sie sich von selbst, ähnlich wie ein elastischer Luftballon sich entleert, wenn er der Luft ausgesetzt wird.
Karfreitag war kein schöner Anblick, aber Jesus als das Opferlamm war gut. Sein Atem verließ ihn am Kreuz, damit wir durch den Heiligen Geist neues Leben in unsere Seelen einhauchen können.
Bevor Jesus in den Himmel auffuhr, sprach er diese Worte zu seinen Jüngern.
44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da ich noch bei euch war; denn es muß alles erfüllet werden, was von mir geschrieben ist im Gesetz Mose’s, in den Propheten und in den Psalmen.
45 Da öffnete er ihnen das Verständnis, daß sie die Schrift verstanden,
46 und er sprach zu ihnen: Also ist’s geschrieben, und also mußte Christus leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage
47 und predigen lassen in seinem Namen Buße und Vergebung der Sünden unter allen Völkern und anheben zu Jerusalem.
48 Ihr aber seid des alles Zeugen.
49 Und siehe, ich will auf euch senden die Verheißung meines Vaters. Ihr aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis ihr angetan werdet mit der Kraft aus der Höhe. (Lukas 24:44-49, Luther Bibel 1545)
Diese letzte Botschaft Jesu an seine Jünger richtet sich auch an Sie und mich. Geben Sie in der Kraft des Heiligen Geistes die gute Nachricht weiter und bringen Sie Hoffnung in eine gebrochene Welt. Mit jedem Atemzug, den wir tun, haben wir die Möglichkeit, den Herrn zu preisen und anzubeten.
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